Der Onlineshop läuft auf einer Adresse des Shopanbieters. Die Terminbuchung liegt unter einer Unteradresse des Buchungsdienstes. Die Stellenanzeigen stehen auf einem Portal, das die Personalabteilung ausgesucht hat. Vier Adressen, drei davon technisch nicht im eigenen Haus — und zusammen ergeben sie das Bild, das ein Interessent vom Betrieb bekommt.

Diese Aufstellung entsteht nicht durch Entscheidungen, sondern durch Einkäufe. Jedes System bringt seine eigene Adresse mit, weil das beim Anbieter so vorgesehen ist, und niemand hat je gefragt, was das für die Auffindbarkeit bedeutet. Solange ein Betrieb klein ist, spielt es keine Rolle. Sobald mehrere solcher Systeme nebeneinanderstehen, ist es der Grund, warum die Zahlen aus vier Quellen kommen und nirgends zusammenpassen.

Bestandsaufnahme · Vier Adressen

Was tatsächlich unter dem eigenen Namen läuft

AdresseWoher sie kommtWer sie steuern kann
HauptauftrittEigene EntscheidungDer Betrieb selbst
OnlineshopVom Shopanbieter vorgegebenTeilweise, im Rahmen des Systems
TerminbuchungVom Buchungsdienst vorgegebenKaum
StellenanzeigenVom Portal vorgegebenGar nicht

Die dritte Spalte ist der eigentliche Befund. Bei zwei der vier Adressen lässt sich am Text, am Aufbau und an den Verweisen nichts oder fast nichts ändern. Das ist kein Grund, sie abzuschaffen — sie erfüllen ihren Zweck —, aber es begrenzt, was überhaupt gemacht werden kann, und diese Grenze sollte bekannt sein, bevor jemand Zeit in Verbesserungsversuche steckt.

Der Fall, der bei einer Übernahme unangenehm wird. Steht ein Verkauf oder eine Nachfolge an, wird gefragt, woher die Anfragen kommen. Wer diese Aufstellung aus vier Systemen zusammentragen muss, von denen zwei ihm nicht gehören, verliert Wochen — und die Zahlen des Buchungsdienstes lassen sich mit denen des Shops meist gar nicht auf einen gemeinsamen Zeitraum bringen.

Die zweite Spalte verdient eine Anmerkung, weil sie erklärt, warum diese Lage niemandem vorzuwerfen ist. Jedes dieser Systeme wurde eingekauft, weil es eine konkrete Aufgabe löst — Termine ohne Telefon, Bewerbungen ohne Papier, Bestellungen ohne Rückfragen. Die Adresse kam als Nebensache mit, und im Auswahlgespräch fragt niemand danach, weil sie mit der eigentlichen Aufgabe nichts zu tun hat. Erst zwei oder drei Systeme später wird daraus ein Zustand, den jemand ordnen müsste.

Hinzu kommt, dass diese Systeme unterschiedlich alt sind und aus unterschiedlichen Phasen des Betriebs stammen. Der Shop wurde vor fünf Jahren ausgesucht, das Buchungssystem vor zweien, das Stellenportal im vergangenen Sommer. Damit unterscheiden sich nicht nur die Adressen, sondern auch die Wege, auf denen überhaupt Zahlen zu bekommen sind — und die Zeiträume, die jedes System für einen Monat hält.

Fremde Systeme · Was geht und was nicht

Die Grenzen bei eingekauften Adressen

Wer ein System einkauft, kauft dessen Vorstellungen mit. Manche Anbieter erlauben eigene Texte, eigene Überschriften und Verweise auf den Hauptauftritt; andere liefern eine Vorlage, die für alle ihre Kunden gleich aussieht. Der Unterschied entscheidet, ob eine dieser Adressen zur eigenen Sichtbarkeit beiträgt oder nur existiert.

Beeinflussbar

Systeme mit eigener Adresse

Der Shop läuft unter der eigenen Domain, die Texte sind frei, Verweise zum Hauptauftritt sind möglich. Hier lohnt sich Arbeit.

  • Eigene Domain oder Unterverzeichnis
  • Texte und Verweise frei
Nicht beeinflussbar

Systeme unter fremder Adresse

Die Buchungsseite liegt unter dem Namen des Dienstleisters, die Vorlage ist bei allen Kunden dieselbe. Hier lohnt sich keine Arbeit.

  • Fremde Domain
  • Vorlage nicht änderbar

Daraus folgt eine einfache Regel für den nächsten Systemkauf: Vor dem Abschluss klären, unter welcher Adresse das System läuft und ob eigene Texte möglich sind. Diese Frage kostet im Auswahlgespräch zwei Minuten und entscheidet über Jahre. Bei bereits laufenden Systemen ist es meist möglich, nachträglich auf eine eigene Unteradresse umzustellen — der Aufwand liegt beim Anbieter und wird oft nur deshalb nicht gemacht, weil niemand danach fragt.

Aufbau · Alles unter einem Zugang

Der Unterschied, wenn die Zahlen zusammenlaufen

Ordnung

Markierungen statt getrennter Konten

Jede Adresse bekommt eine Kennzeichnung, die auf jedem Bildschirm als Filter greift.

überall gleich
  • Eine Anmeldung deckt sämtliche einbezogenen Adressen ab. Dahinter warten mehr als fünfunddreißig Oberflächen — von der Verfolgung der Platzierungen bis hin zur Beobachtung dessen, was in zusammengestellten Antworten über den Betrieb gesagt wird.
  • Ein einmal gesetzter Filter bleibt bestehen. Wird auf eine Adresse eingeschränkt, gilt diese Einschränkung anschließend in der Auswertung ebenso wie in den offenen Aufgaben und in allem, was als Datei herausgeht.
  • Elf Dienste laufen an derselben Stelle zusammen. Google, Analytics und weitere Quellen münden in einen Bestand, statt in vier voneinander getrennten Fassungen zu existieren.
  • Google wird einmal freigeschaltet, nicht viermal. Für Postfach, Search Console und Analytics genügt eine gemeinsame Erlaubnis.
35+
Oberflächen hinter einer Anmeldung
11
Dienste angebunden
1
gemeinsame Google-Freigabe
Kapazität

Das Tageskontingent wird geteilt

Die Zahl, die bei mehreren Adressen regelmäßig falsch eingeschätzt wird.

1 000 URL / Tag / Konto
  • Das Kontingent gehört dem Konto. Tausend Adressen pro Tag verteilen sich über alles, was darin liegt. Vier Adressen teilen sich diese Zahl.
  • Zehntausend Adressen je Durchgang. Die Liste wird vollständig angenommen und dann im Tagesrhythmus abgearbeitet — rund zwei Arbeitswochen für zehntausend.
  • Zwei Durchgänge laufen, zwanzig warten. Wer mehrere gleichzeitig startet, sollte die Reihenfolge selbst bestimmen, sonst entscheidet der Einreichungszeitpunkt.
  • Sitemaps über drei Ebenen, tausend je Durchgang. Bei einem Shop mit vielen Artikeln der Punkt, an dem die Planung tatsächlich hängen kann.
10 000
Adressen je Durchgang
2 / 20
laufend / wartend
1 000
Sitemaps je Durchgang

Wie viel Kontingent tatsächlich wohin geflossen ist, lässt sich in einer gemeinsamen Übersicht nachvollziehen — aus vier getrennten Systemen dagegen überhaupt nicht.

Der letzte Punkt trifft genau die Betriebe, um die es hier geht. Ein Hauptauftritt mit dreihundert Seiten ist an einem Tag durch; ein Shop mit viertausend Artikeln braucht vier Tage und verdrängt in dieser Zeit alles andere. Wer beides im selben Konto führt und das nicht einplant, wundert sich, warum eine dringende Änderung am Hauptauftritt eine Woche liegen bleibt.

Ein zweiter Effekt zeigt sich erst bei gemeinsamer Betrachtung: dieselbe Vorarbeit wird zweimal geleistet. Wer die Texte des Shops pflegt, recherchiert dieselben Begriffe wie derjenige, der die Leistungsseiten des Hauptauftritts schreibt — ohne voneinander zu wissen, weil Zwischenstände nirgends gemeinsam abgelegt werden. Sichtbar wird es erst, wenn beide Adressen dieselbe Anfrage mit denselben Argumenten ansprechen und beide schlechter abschneiden, als eine ordentlich ausgestattete Seite es getan hätte. In einem Betrieb mit zwei Personen im Marketing ist das keine Ausnahme.

Getrennte Auftritte, ein ArbeitsbereichDomainDomainDomainweitereein ArbeitsbereichProjekteZugriffeBerichte
Shop, Buchung und Stellenportal wurden nie gemeinsam geplant — gemeinsam gemessen werden können sie trotzdem.
Verteilung · Wer bekommt wie viel

Ein geteiltes Kontingent sinnvoll aufteilen

LageSinnvolle VerteilungBegründung
Neue Artikel im ShopNur die neuen, nicht der BestandAlles Übrige ist unverändert
Umbau am Hauptauftritt800 dorthin, Rest geteiltNur dort ändert sich etwas
SaisonstartVorrang für die Seiten der SaisonDer Zeitpunkt ist nicht verschiebbar
Normale WocheNichts einreichenNicht verbrauchtes Kontingent geht nicht verloren

Die letzte Zeile leuchtet am wenigsten ein und ist die nützlichste. Eine wöchentlich automatisch ausgelöste Einreichung des gesamten Bestands bewirkt nichts, außer die Warteschlange dauerhaft zu belegen — mit der Folge, dass im Ernstfall keine freie Kapazität da ist. Auf Änderung einzureichen statt nach Kalender hält sie für den Moment frei, in dem sie gebraucht wird.

Zwei Minuten, die viel ersparen. Steht an einer Adresse etwas Größeres an, lohnt vorher der Blick, ob eine der übrigen in derselben Woche ebenfalls Kapazität beansprucht. Diese kurze Abstimmung räumt die häufigste Ursache für Verzögerungen aus, die sich hinterher niemand erklären kann.

Wenig Beachtung findet außerdem, was die gebündelte Google-Freigabe leistet. Wo ein Betrieb über Jahre gewachsen ist, hängen die Zugänge erfahrungsgemäß an mehreren Konten, darunter mindestens eines, das noch auf den damaligen Webdesigner läuft. Im Normalbetrieb stört das niemanden. Erst wenn eine Adresse aus dem Bestand fällt oder eine Warnung eintrifft, zeigt sich, dass ausgerechnet dieser Zugang nicht erreichbar ist. Ein Nachmittag Aufräumen beseitigt das dauerhaft und ist der einzige Punkt dieser Aufstellung, der keinen Aufschub verträgt.

Verbindungen · Der unterschätzte Teil

Vier Adressen, die nichts voneinander wissen

Der Aufwand für getrennte Verwaltung ist ärgerlich und beherrschbar. Schwerer wiegt, dass die vier Adressen einander nicht stützen. Jede baut ihr Ansehen für sich auf, obwohl derselbe Betrieb dahintersteht und dieselben Kunden zwischen ihnen wechseln.

  • Vom Hauptauftritt in den Shop verweisen — und zurück. Nicht nur über den Menüpunkt, sondern aus den Leistungstexten heraus, dort wo es inhaltlich passt.
  • Die Buchungsseite vom Hauptauftritt aus erklären. Wenn die Buchung selbst unter fremder Adresse liegt, gehört auf den Hauptauftritt eine Seite, die den Ablauf beschreibt — und diese Seite ist auffindbar, die Buchungsseite nicht.
  • Stellenanzeigen zusätzlich im eigenen Auftritt führen. Ein Portal ist ein zusätzlicher Kanal und kein Ersatz. Wer ausschließlich dort ausschreibt, überlässt die Sichtbarkeit als Arbeitgeber vollständig dem Portal.
  • Einheitliche Angaben überall. Öffnungszeiten, Anschrift und Telefonnummer sollten an allen vier Stellen gleich lauten. Widersprüche fallen früher auf, als man denkt.

Wie stark sich die Adressen dabei gegenseitig ins Gehege kommen, lässt sich in einer Übersicht unmittelbar ablesen und aus getrennten Zugängen praktisch nicht ermitteln.

Der zweite Punkt ist der wirksamste und wird fast immer übersehen. Eine Seite auf dem eigenen Auftritt, die erklärt, wie eine Terminvereinbarung abläuft, was mitzubringen ist und wie lange man üblicherweise wartet, wird gefunden — die Buchungsmaske selbst wird es nie. In einem Markt mit vielen Ortsunkundigen ist genau diese Erklärseite häufig der erste Berührungspunkt überhaupt.

Der vierte Punkt klingt nach einer Kleinigkeit und ist regelmäßig die Ursache verlorener Aufträge. Wo Öffnungszeiten auf vier Adressen an vier Stellen gepflegt werden, stimmen sie nach zwei Jahren an mindestens einer nicht mehr. Wer die falsche findet, kommt vor verschlossener Tür an und ruft danach nicht mehr an. Eine gemeinsame Quelle für diese Angaben — im einfachsten Fall eine Liste, aus der bei jeder Änderung alle vier Stellen bedient werden — kostet einmalig eine Stunde und beseitigt eine Fehlerquelle, die sich sonst schleichend wieder aufbaut.

Berichte · Verschiedene Adressaten

Dieselben Zahlen, verschiedene Empfänger

Im Betrieb

Für diejenigen, die etwas ändern

Zeilen, aus denen eine Aufgabe wird. Fünfzig bis zweihundert Zeilen je Ansicht genügen, da ohnehin gefiltert wird.

  • Kurz, einmal im Monat
  • Je Adresse getrennt
Leitungsebene

Für die Geschäftsführung

Wenige Werte über alle Adressen hinweg. Was sich drucken lässt, umfasst zweihundertfünfzig Zeilen — weit mehr, als hier gelesen wird.

  • Alle drei Monate
  • Gesamtsicht statt Einzelwerte
Zum Rechnen

Für Buchhaltung und Auswertung

Alles ohne Vorauswahl. Exportdateien nehmen bis zu zehntausend Zeilen auf und lassen sich unverändert einlesen.

  • Auf Anforderung
  • Vollständig
Wenn es darauf ankommt

Für Bank oder Nachfolge

Der Verlauf über Jahre, je Adresse getrennt nachweisbar. Der Stand von heute tritt dahinter zurück.

  • Selten, dann eilig
  • Einzeln belegbar

Für die letzte Karte lohnt eine Vorbereitung, obwohl sie selten gebraucht wird. Wer die Exportdateien vierteljährlich ablegt, besitzt den Verlauf ohne zusätzliche Arbeit. Wer es unterlässt, baut ihn unter Termindruck nach, und bei vier Systemen mit vier verschiedenen Zeitraumdefinitionen ist das eine Arbeit von Wochen mit einem Ergebnis, das eine kritische Nachfrage knapp übersteht.

Auch der Takt gehört festgelegt. Auswertungen für die Arbeitsebene lohnen monatlich, weil aus ihnen Aufgaben folgen. Die Gesamtsicht für die Geschäftsführung lohnt quartalsweise, weil sie einer anderen Frage dient. Beides in denselben Rhythmus zu legen führt entweder zu unnötiger Arbeit oder zu veralteten Zahlen — und in einem Betrieb mit einer halben Marketingstelle regelmäßig zu beidem gleichzeitig.

Auskunft · Direkt gefragt

Eine Frage stellen statt Menüs abzuklappern

Wer vier Adressen zu überblicken hat, verbringt den größten Teil der Zeit damit, sich durch Menüs zur richtigen Darstellung durchzuarbeiten — nicht damit, über die Werte nachzudenken. Eine Frage in gewöhnlicher Sprache spart diesen Weg vollständig. Abgerufen werden dabei zwischen null und drei Datenblöcken, je nachdem, was die Frage verlangt; damit Rückfragen möglich bleiben, stehen die zwanzig vorangegangenen Nachrichten weiterhin zur Verfügung.

0–3
abgerufene Datenblöcke
20
Nachrichten im Zusammenhang
4
Filter zur Eingrenzung

Bei dieser Aufstellung ist eine Frage besonders ergiebig: Bei welchen Formulierungen erscheinen Hauptauftritt und Shop gleichzeitig? Die Antwort benennt die Stellen, an denen sich beide gegenseitig behindern, und lässt sich in einem Arbeitsbereich in Minuten erzeugen — aus zwei getrennten Zugängen dagegen praktisch gar nicht.

Für diese Aufstellung gilt zusätzlich eine Besonderheit, die es bei rein eigenen Adressen nicht gibt. Zwei der vier Systeme lassen sich nicht wirklich beobachten, weil der Anbieter die zugehörigen Zugänge nicht herausgibt oder weil sie technisch unter seinem Namen laufen. Damit fehlen sie in jeder Gesamtsicht, ganz gleich wie sorgfältig der Rest eingerichtet ist. Wer eine vollständige Übersicht möchte, muss das beim Anbieter einfordern — und die realistische Erwartung lautet, dass es bei kleineren Anbietern gelingt und bei großen selten. Diese Lücke gehört benannt, bevor jemand die Gesamtsicht als vollständig ausgibt.

Kosten · Je Domain

Was mehrere Adressen kosten

Abgerechnet wird je Domain und nicht je Konto — und zwar nur für die Adressen, die tatsächlich einbezogen werden. Drei eigene Adressen auf der unteren Stufe mit zwanzig Netzwerkplätzen kosten 467 Dollar monatlich und 5 604 Dollar im Jahr. Ein gemischter Zuschnitt mit dem Hauptauftritt auf der oberen Stufe liegt bei 898 Dollar monatlich und 10 776 Dollar jährlich.

ZuschnittZusammensetzungMonatlichZwölf Monate
Drei Adressen, untere Stufe3 × AutoSEO plus 20 Netzwerkplätze (20 $)467 $5 604 $
Gemischt1 × FullSEO, 2 × AutoSEO, plus 100 Netzwerkplätze (100 $)898 $10 776 $
Nur der Hauptauftritt1 × AutoSEO149 $1 788 $
Ein ehrliches Wort zur dritten Zeile. Adressen, an denen sich nichts ändern lässt, gehören nicht einbezogen. Eine Buchungsseite unter fremder Adresse mit unveränderlicher Vorlage erzeugt keine zusätzliche Sichtbarkeit, gleichgültig wie viel dafür gezahlt wird. Welche der vier Adressen tatsächlich steuerbar sind, gehört vor die Bestellung.

Was auf einer bestimmten Adresse realistisch erreichbar ist, ermittelt die Keyword-Recherche. Welche erläuternden Seiten dem Hauptauftritt fehlen, damit er die eingekauften Systeme sinnvoll ergänzt, fällt in die Content-Strategie. Und wie ein tragfähiges Verweisprofil entsteht, gehört zum Linkaufbau. Werden diese drei Fragen über einen Zugang bearbeitet, entsteht überhaupt erst die Grundlage, auf der sich die Adressen gegeneinander abwägen lassen.

Zum Vorgehen noch ein Hinweis: Es zwingt niemanden dazu, alle Adressen gleichzeitig einzubeziehen. Markierungen und gemeinsame Auswertung greifen ab der ersten, und jede weitere lässt sich nachträglich anschließen, ohne dass etwas neu aufgesetzt werden müsste. Sinnvoll ist ohnehin, mit dem Hauptauftritt zu beginnen — dort ist der Handlungsspielraum am größten, dort zeigt sich am schnellsten, ob sich der Aufwand trägt, und die Entscheidung über die übrigen Adressen lässt sich mit den ersten eigenen Zahlen deutlich besser begründen als mit einer Beispielrechnung.

Alle eigenen Adressen in eine Übersicht bringen

Bleibt die Frage, wann sich der Zuschnitt ändert. In einem Betrieb, der weiter wächst, kommt alle zwei Jahre ein System hinzu — und mit jedem verschiebt sich, welche Adresse den größten Teil der Anfragen trägt. Die Aufstellung einmal jährlich durchzugehen und zu prüfen, ob die Zuordnung noch stimmt, dauert eine halbe Stunde. Wer es unterlässt, zahlt irgendwann für eine Adresse, die längst nichts mehr beiträgt, und für keine, die inzwischen die wichtigste geworden wäre.

Nachgefragt · Aus der Praxis

Fragen aus Betrieben mit mehreren Systemen

Bekommt jede Adresse ihr eigenes Tageskontingent?

Es wird geteilt. Die tausend Adressen pro Tag stehen dem Konto zu, nicht der einzelnen Domain, und sämtliche darin geführten Auftritte bedienen sich daraus. Führt eine davon einen Shop mit mehreren tausend Artikeln, wird das zur wirklichen Engstelle — und genau dann muss jemand entscheiden, wie viel wohin geht.

Unsere Buchungsseite liegt beim Anbieter. Können wir daran etwas ändern?

Meist ja, aber nicht am Text. Viele Anbieter richten auf Nachfrage eine Unteradresse der eigenen Domain ein; das ist Arbeit von Minuten auf deren Seite und wird nur deshalb nicht gemacht, weil kaum jemand danach fragt. Ist auch das nicht möglich, gehört die Erklärung des Ablaufs auf den eigenen Auftritt — diese Seite ist auffindbar, die Buchungsmaske nicht.

Sollen wir unseren Shop einbeziehen?

Wenn er unter der eigenen Domain läuft und eigene Texte erlaubt, ja. Wenn er unter der Adresse des Anbieters läuft und die Vorlage bei allen Kunden gleich aussieht, ist der Ertrag gering. Diese Unterscheidung ist wichtiger als die Frage nach der Stufe und wird beim Systemkauf regelmäßig übersehen.

Müssen alle Adressen dieselbe Stufe haben?

Keineswegs. Die Abrechnung erfolgt pro Domain, weshalb sich Stufen frei mischen lassen. Gebräuchlich ist, den Hauptauftritt oben anzusiedeln — dort sind Texte und Aufbau frei gestaltbar — und alle weiteren Adressen unten laufen zu lassen. Bei drei Adressen ergibt das 898 Dollar monatlich.

Was ist mit den Stellenanzeigen im Portal?

Ein Portal ist ein zusätzlicher Kanal und kein Ersatz. Wer ausschließlich dort ausschreibt, überlässt die eigene Sichtbarkeit als Arbeitgeber vollständig dem Portal und verliert sie, sobald das Abonnement endet. Eine eigene Übersicht der offenen Stellen auf dem Hauptauftritt kostet wenig Aufwand und bleibt.

Lohnt sich das schon bei zwei Adressen?

Der Nutzen wächst mit der Anzahl, setzt aber bei zweien ein. Bereits zwei Adressen machen das Vereinheitlichen von Auswertungen zur wiederkehrenden Arbeit und teilen sich dasselbe Tageskontingent. Für 298 Dollar monatlich sind beide auf der unteren Stufe versorgt — die passende Größe für einen Betrieb, der absehbar weitere Systeme einkauft.